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Lichtparcours

Braunschweig, 22. Mai 2019 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Die ersten Entwürfe zum Lichtparcours 2020 werden von Donnerstag, 23. Mai bis Sonntag, 2. Juni im Kunstverein Braunschweig, Lessingplatz 2, ausgestellt. 23 Künstlerinnen und Künstler, darunter drei Künstlerkollektive zeigen Skizzen und Modelle ihrer Projektvorhaben und geben Einblick in ihre künstlerischen Arbeitsprozesse. Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse: „Nach dem erfolgreichen Lichtparcours 2000 und den Nachfolgeprojekten im öffentlichen Raum ist für den Sommer 2020 der fünfte Lichtparcours wieder entlang des innerstädtischen Umflutgrabens geplant. Damit wollen wir an den ersten Parcours vor 20 Jahren, der parallel zur Expo stattfand, einerseits erinnern und uns andererseits konzeptionell anlehnen.“

Auch für den fünften Parcours waren die Künstlerinnen und Künstler mitunter für mehrere Tage in Braunschweig und haben sich sowohl vom Wasser, als auch von der Stadt inspirieren lassen. Manche sind gezielt auf der Suche nach Orten gewesen, die den Braunschweigerinnen und Braunschweigern zwar bekannt, aber vermutlich nicht unbedingt bewusst sind; zum Beispiel hat ein Künstler, Paul Schwer, seiner Arbeit den Titel „Die Wärterin“ gegeben – eine Reminiszenz an einen von einer Dame unterhalb der Brücke am Herzog Anton Ulrich-Museum betriebenen Kiosk. Er erinnert so an längst vergessene Begebenheiten in der Stadt und macht erst wieder bewusst, dass dort unten an der Oker ein gut frequentierter Kiosk war.

„Vielleicht erwecket ihn die Kunst des Lichtparcours wieder kulturell zum Leben“, sagt Dr. Anja Hesse. „Das Spektrum der Entwürfe ist sehr vielfältig. Es reicht von filmischen Arbeiten, die an Hochhäuser projiziert werden, über verfremdete Designlampenklassiker bis hin zur Thematisierung von Mobilität mit Lichtkunst in Gestalt von fluoreszierender Fahrrädern – eine Arbeit, die in einer Mobilitätsregion sicher Interesse weckt. Irritationen sind ebenso dabei wie Überraschungen in Gestalt von Autos, die offensichtlich in die Oker gerast sind.“

Das Kuratorium hat auch zwei Künstler nominiert, die schon einmal in Braunschweig waren. Der Österreicher Joseph Zehrer, der 2004 mit einer Arbeit „Olympische Ringe“ an der VW-Halle teilgenommen hat, und die ebenfalls aus Österreich stammende Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz, die schon im Rahmen des ersten Lichtparcours 2000 mit einer Arbeit „Bewegtes Orange“ dabei war. Diese Tatsache könne durchaus als eine Art Reminiszenz an den ersten Parcours verstanden werden, wobei dies kein konzeptueller Ansatz bei der Auswahl war, so Hesse.

Auch junge Positionen, wie die eines angehenden Meisterschülers der HBK sind vertreten und ein junges, und sehr interessantes Künstler-Kollektiv aus Österreich, deren Kunstwerk mit Sicherheit zu einem fortwährend umlagerten Ort während des Parcours werden wird, ist dabei.  Hesse: „Genau das wollen wir ja: Dass die Leute unterwegs sind – und analoge Kunst auf sich wirken lassen im Zeitalter der Digitalisierung.“

Beteiligt sind Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt sowie Nachwuchskünstlerinnen und -künstler:

  • Nevin Aladağ
  • Dafni Barbageorgopoulou
  • Benjamin Bergmann
  • Tim Etchells
  • FORT & Anna Jandt
  • Martin Groß
  • Sven-Julien Kanclerski
  • Brigitte Kowanz
  • Lotte Lindner & Till Steinbrenner
  • Bjørn Melhus
  • Mutter/Genth
  • Anselm Reyle
  • Paul Schwer
  • Julian Turner, Florian Pfaffenberger & Andreas Harrer
  • Johannes Wohnseifer
  • Joseph Zehrer

Sie wurden durch ein Auswahlgremium vorgeschlagen, das sich zusammensetzt aus Dr. Jule Hillgärtner (Direktorin Kunstverein Braunschweig), Karola Kraus (Direktorin Mumok Wien), Roland Nachtigäller (Direktor Museums MARTa Herford), Vanessa Ohlraun (Präsidentin Hochschule für Bildende Künste Braunschweig), Dr. Susanne Pfleger (Direktorin Städtische Galerie Wolfsburg), Dr. Stefan Gronert (Kurator am Sprengel Museum Hannover) und Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig).

Mithilfe der Auftaktausstellung sollen potenzielle Sponsoren und Förderer für die Finanzierung und Realisierung der Entwürfe gewonnen werden. Außerdem soll die Ausstellung Lust machen auf den Lichtparcours im Sommer 2020.

Die Ausstellung ist dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 11 bis 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung:

  • Donnerstag, 23. Mai, 18 Uhr: Kuratorinnen-Führung
  • Sonntag, 26. Mai, 15 Uhr: Themenführung „Wo das Licht ist … – Über die Verbindung von Licht und städtischem Raum“
  • Samstag, 1. Juni, 12-16 Uhr: Künstlerworkshop mit Sven-Julien Kanclerski, für Kinder zwischen 6-12 Jahren (Anmeldungen bis Donnerstag, 30. Mai unter vermittlung@kunstverein-bs.de)
  • Sonntag, 2. Juni, 15 Uhr: Themenführung „When the lights go out – Tag und Nacht im Lichtparcours“

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